




was macht die kunst? ist zwar auch egal, denn ich muss jetzt das reh füttern, danach mit dem einhorn ausreiten, um dann entnervt den nächstbesten anzuplärren: jetzt mach öppis!
Humorvoll verspielt sowie verzweifelt bemüht, versuche ich in meinen Arbeiten dingfest zu machen, was beständig zu entgleiten droht und im Grunde vergessen werden sollte.
Persönliche und kollektive Erinnerungs-Schnippsel prallen auf popkulturelle Phänomene und Strömungen - ich hetze der Nostalgie hinterher und würde doch gerne in die Zukunft schauen.
Halbwegs geborgen im krakelig störrischen Material, abgelenkt und meist nur pseudo - verführt durch den Umgang mit demselben, resultieren viele meiner Arbeiten in Erzählungen über den Schein der perfekten (Medien)Welt - die, einmal auf Play gedrückt und losgelassen in einer bunten Endlosschleife rotieren und sich selber den Nährboden entziehen. Durch bewusstes Einsetzen einer Do-It-Yourself Ästhtetik entsteht eine Parallelwelt der Parallelwelt, die in ihrer Mangelhaftigkeit die Illusion vorführt und das Verzauberte entzaubert.
Oder wie Lisa P. aus Berlin es einmal formulierte: "Das Wunschdenken wird mit der Realität konfrontiert, das Träumerische verliert an Substanz und die Wirklichkeit wird drastisch in Frage gestellt."